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Andi Prakash


Ich bin ...
... und das ist gut so!




1977 geboren in Rosenheim
als der Dritte von 9 Geschwistern.
Aufgewachsen in Stetten, einem klitzekleinen Dorf 15 Km von Rosenheim entfernt.
Streng katholisch erzogen - Ministrant, Trachtenverein, Fußball, Feuerwehr...
Grundschule
Hauptschule
Ausbildung zum Industriemechaniker

dann...

Senner auf der Schellenbergalm
... und die Suche ging los!
Vor der Zeit auf der Alm bestand mein  Lebensinhalt hauptsächlich aus Partys, Alkohol und permanentem Herzschmerz, weil ich mich dummerweise immer in ein anderes Mädchen verliebte, sobald ich mit einem fest zusammen war.
Verlieben - Zusammenkommen - in eine Andere verlieben - den Schmerz und mein schlechtes Gewissen mit Alkohol betäuben - Schluss machen - Zusammenkommen ... noch mehr Schmerz - noch mehr schlechtes Gewissen - noch mehr Alkohol ...

Die erste Hälfte des Almsommers machte mich fast wahnsinnig, weil ich dieses entschleunigte, einfache Leben und die Stille, mit all den Gedanken und Gefühlen, die sie mit sich brachte, nicht aushalten konnte ...
Die zweite Hälfte zermürbte mich, weil ich mir, endlich in der Stille angekommen, ein Leben in der lauten und schnellen Welt da unten nicht mehr vorstellen konnte.

... aber der Herbst ließ sich nicht aufhalten ...

Sinnlosigkeit
Ich nahm eine gut bezahlte Stelle als Betriebsschlosser in einer Molkerei an.
Den ganzen Tag einer Arbeit nachzugehen, die mir keine Freude brachte und viel Geld zu verdienen, um es für Dinge auszugeben ohne die ich auf der Alm viel zufriedener war ... 

... Herzschmerz - Trost suchen im Alkohol oder in den Armen eines Mädchens - Herzschmerz - mehr Alkohol ...

... ich konnte das nicht mehr aushalten!

Um Weihnachten 1996 beschloss ich, nach der Arbeit, an der Allee in Maxlrain gegen einen Baum zu fahren.
Als ich los fuhr hatte ich Angst. Ich war verzweifelt und voller Schmerz und Traurigkeit über die Sinnlosigkeit und Ausweglosigkeit meines Lebens.
Hinter dem Ortsschild von Mitraching bat ich Gott um Verzeihung für die Todsünde die ich gleich begehen würde und trat aufs Gas. Angst, Schmerz und Verzweiflung verdichteten sich zu einem brennenden Feuerball in meiner Brust ... explodierten ... und es war still.
...aber nicht diese volle, fruchtbare, lebendige Stille, wie ich sie vom Almsommer kannte - nein, diese Stille bestand aus toter Leere und Kälte.
Ich nahm den Fuß vom Gas und fuhr nach Hause.

Mein Körper hatte überlebt, aber innerlich fühlte ich mich tot.
Ich verachtete mich dafür, dass ich es nicht zu Ende gebracht hatte!

 
Gebet
Ich habe mich oft gefragt, wer oder was mich davon abgehalten hat gegen den Baum zu fahren; warum mir in der Zeit, in der ich ständig sturzbetrunken Auto gefahren bin, nie etwas Schlimmeres passiert ist und wer mich auf die vielen wundersamen Wege geführt hat, die mich wieder zum Leben zurück führen sollten.
Erst Jahre später, auf der Beerdigung meiner Mutter, erfuhr ich von vielen ihrer Freundinnen, dass Mom oft bei ihnen angerufen hatte um sie darum zu bitten, für mich zu beten.

Ich bin davon überzeugt, dass die Liebe und die guten Wünsche die wir zu jemandem aussenden ganz viel Kraft haben! (Ebenso aber auch der Hass oder die Lieblosigkeiten, die wir manchen Menschen gegenüber ausstrahlen)

Brasilien und die Kirche
Ein halbes Jahr in einem Kloster in Brasilien machte aus "Gott", der bisher nur ein philosophischer Diskussionsgegenstand für mich war, ein echtes Gegenüber, mit dem ich immer und überall in Beziehung sein kann.

Lange Zeit glaubte ich dann, mein Gott sei katholisch und ich versuchte ihm durch die Kirche näher zu kommen. Ich wollte nicht ein bisschen fromm sein, sondern ganz und gar nur noch für diesen Gott leben, der mir nochmal das Leben eingehaucht hatte.
Doch weder durch meine Anmeldung in einem Priesterseminar, noch im Kloster hatte ich das Gefühl, das zu tun.

Assisi
Franz von Assisi war- und ist mein großes Vorbild! Ich beschloss, wie er, mein Leben ganz Gott zu schenken, alle materiellen Sicherheiten und meine irdische Familie loszulassen und als Gottes Diener, zu Fuß in die Welt zu ziehen.

Als großer, weiser, spiritueller Lehrmeister Gottes machte ich mich erhobenen Hauptes auf den Weg nach Assisi, wo ich mir, als VIP, Anweisungen vom höchsten himmlischen Fax-Gerät erwartete ....

Ein bisschen kleiner, nicht mehr ganz so weise und ohne das erhoffte Fax, kam ich zurück ...

... gerade zum richtigen Zeitpunkt!
Bei meiner Mutter wurde ein bösartiger Tumor in einer Nasennebenhöhle diagnostiziert. Bis zu ihrem Tod konnte ich mich so entweder um meine kleineren Geschwister kümmern, oder bei ihr im Krankenhaus sein.

Dunkelheit
ich glaube, der frühe Tod meiner Mutter und Gottes Abneigung gegen Fax-Geräte waren ein Stück weit der Auslöser für die Rückkehr der Dunkelheit in mein Leben.
Ich arbeitete in einem landwirtschaftlichen Betrieb in wunderschöner Umgebung mit wunderbaren Menschen zusammen, aber ich konnte von der Schöheit um mich herum nicht viel in mich rein lassen.
Jeden Abend setzte ich mich vor mein Jesus-Bild und starrte IHN vorwurfsvoll, apathisch an, bis ich einschlief. Immer noch auf das himmlische Fax hoffend, das mir meinen Platz und meine Aufgabe in dieser Welt zeigen sollte.
...aber Gott blieb stur!
Irgendwann kam der Sonntag, an dem ich den ganzen Tag nicht aufstehen konnte, weil mir keine einzige Sache mehr einfallen wollte, die zu tun in meinem Leben irgend einen Sinn ergeben hätte.
So kam ich zu meinem ersten Therapeuten.

Therapie
Neben meiner Exfrau, meinen Kindern, meinen damaligen Arbeitgebern und vielen weiteren wunderbaren Menschen gab es einige Therapeuten(innen), die ganz wesentlich dazu beigetragen haben, dass die Sonne in mir wieder öfter und heller schien.    
Vielen Dank Euch allen dafür !
Nach Jahren, in denen es meine Lebensstrategie war, irgendwie zu überleben, und immer dann, wenn es nicht mehr weiter ging, einen Therapeuten aufzusuchen, der das eine Problem auflöste, das dann aber gleich wieder von einem nächsten abgelöst wurde, war ich müde.
Das, meiner Meinung nach, größte Geschenk erhielt ich dann in der Beziehungspraktiker-Ausbildung:

Ich selbst, als mein eigener Heiler!

Ein paar ganz einfache Wahrheiten, die ich in dieser Ausbildung erkennen durfte, machen es mir immer schneller möglich, in schwierigen Zeiten liebevoll für mich selbst da zu sein und nicht mehr den Boden unter meinen Füßen zu verlieren.
Aber nicht nur in schwierigen Zeiten gehe ich jetzt schöner mit mir um - jeder Moment in meinem Leben wird mir immer mehr als einzigartige Gelegenheit bewusst, mit mir und jedem der mir begegnet, liebevoller und heilsamer umzugehen.

Die Liebe
Für mich ist der Gegenpol der Liebe die Angst.
Meine Angst wird kleiner. Stück für Stück. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass meine Liebe wächst...
Besonders dankbar bin ich für die Menschen in meinem Leben, vor denen ich jetzt schon keine Angst mehr habe:
Für meine Kinder, meinen Vater und meine Geschwister, ein paar Freunde und ganz besonders für Alice, meine Lebenspartnerin! Sie geht diesen Weg mit mir durch dick und dünn! Die gleiche Sehnsucht und die gleiche Liebe brennt in ihrem Herzen!
Gott überall und in jedem zu begegnen - jenseits aller trennenden Kirchen und Religionen! Jenseits aller Urteile und Bewertungen. Dort passiert Heilung ganz von alleine!

Danke für all diese wunderbaren Wegbegleiter!
Danke für das Sein!
Danke dass ich bin!


Alles was ist, ist ....
... und das ist gut so

                                   

Mitterfeldstraße 28
0173 381 9870